Kinderarmut und Armutsbekämpfung

Die neue Spielekonsole, die angesagten Turnschuhe oder einfach nur ein prall gefüllter Einkaufswagen: Laut dem Kinderreport Deutschland 2007 ist dies für erschreckend viele Kinder in diesem Land nicht drin. Jedes sechste Kind sei heute auf Sozialhilfe angewiesen, knapp sechs Millionen Kinder wohnen in Haushalten, in denen die Eltern über ein für die Familie nicht existenzsicherndes Jahreseinkommen von insgesamt höchstens 15.300 Euro verfügen.

Kein Wunder, dass das Deutsche Kinderhilfswerk einen „schnellen und radikalen Paradigmenwechsel in der Familien- und Kinderpolitik“ fordert. Auch der Paritätische Wohlfahrtsverband erwartet von der Bundesregierung umgehend einen Maßnahmenkatalog zur Armutsbekämpfung. Denn für immer mehr Menschen geht es längst nicht mehr um Anschaffungen, sondern ums nackte Ãœberleben. So erwartet der Bundesverband „Deutsche Tafel“ zum Ende des Jahres 2008 rund eine Million Bedürftige. Bundesweit gibt es zurzeit 795 Tafeln, die nicht mehr für den Verkauf geeignete Lebensmittel oder Spenden abgeben. Wer selbst Lust hat, den betroffenen Kindern zu helfen, der findet beispielsweise im Internet unter www.fuer-eine-heilere-welt.de unter dem Menüpunkt Hilfsangebote quer durch die Republik von Aachen bis Würzburg eine Vielzahl von Adressen jener Institutionen, die sich um die Belange des sozial benachteiligten Nachwuchses kümmern.

PS. Welcher Meinung zur Kinderarmut sind Sie? Hier können Sie weiter lesen: Freiheit

Quelle: djd