Audi A6 im Test: Dezente Eleganz und Dynamik

Mit dem Audi A6 eroberte sich die edle VW-Tochter Audi in den vergangenen Jahren einen guten Ruf, konnte so manchen Sternenträger aus dem begehrten Dienstwagen-Pool verdrängen. Auch die neueste Generation rollt wieder mit betont eigenständigem Auftritt, dynamisch-innovativen Motoren, geräumig-edlem Innenraum und Fahrkomfort auf höchstem Niveau vom Band.
Keine Frage, die äußere Karosserielinie ist elegant-dezent, ein gehöriger Schuss Dynamik beeindruckt den Betrachter ebenso. Die Front schmückt ein in jeder Hinsicht mächtiger Kühlergrill. Hinter der Klarglasabdeckung der Frontscheinwerfer wird die hochwertige Lichttechnik sichtbar. Optional gibt es auf Wunsch starkes Xenon-Licht mit Kurvenlicht. Das garantiert nicht nur nachts mehr Sicherheit auf den Straßen.

Gelungen ebenfalls der Innenraum. Aufgeräumt und hochwertig präsentiert sich das Cockpit. Die Sitze sind wie eh und je superbequem, gut verstellbar und garantieren viel Fahrspaß auf langen Reisen. Doch nicht nur vorne ging es besonders geräumig zu, der Fond bot ebenfalls beeindruckende Knie- wie Beinfreiheit. Das coupéartig nach hinten gezogene Dach beeinträchtigte allerdings den Einstieg. Doch anderswo ist das nicht besser gelungen. Im Heckabteil findet das Gepäck ausreichend Platz (546 Liter).

Schon immer brillierte der A6 mit einer Top-Serienausstattung. Auch unser Testkandidat, das Basismodell, überzeugte mit vielen Details der Luxusklasse, seinen eingesetzten Materialien und der tadellos hochwertigen Verarbeitung. Zudem lässt sich der Wagen mit allerlei Oberklasse-Details aufwerten. Von feinen Ledersitzen bis zur Luftfederung.

Angeboten wird die aktuelle A6-Generation mit durchzugstarken Benzin- (170 bis 435 PS) und Dieselaggregaten (136 bis 240 PS), die sich zudem erfreulich genügsam beim Kraftstoffverbrauch zeigen. Unser Zweiliter Direkteinspritzer-Motor (170 PS) kam im Testschnitt mit 8,4 Liter aus. Wer nicht ständig auf dem Gaspedal steht, darf auch mit Werten um die sieben Liter rechnen. Das Turbo-Triebwerk überzeugte ebenfalls durch seine temperamentvolle Leistungs- sowie Drehmomententfaltung. Egal ob in der ersten Fahrstufe oder untertourig im 6. Gang – genügend Kraft stand immer auf Lauerstellung. Jederzeit garantierte das Triebwerk ein überaus dynamisches Ansprechen auf jeden Gaspedaldruck. Trotzdem ließ es sich auch „schaltfaul“ fahren.

So beschleunigte unser Wagen aus dem Stand auf Tempo 100 in 8,2 Sekunden, hatte mit der angegebenen Höchstgeschwindigkeit von 228 km/h ebenfalls keine Probleme. Ganz im Gegenteil. Und mit dem gut abgestuften Sechsganggetriebe ließ sich das Motor-Leistungspotenzial optimal nutzen. Neben exzellenter Traktion sorgte das Fahrwerk für eine erstklassige Kurvenstabilität und sichere Straßenlage in allen Situationen. Allrad gibt es auch, jedoch nur in stärkeren Motorisierungen.

Quelle/Foto: djd/Interpress/Audi